Natürlich tut es mir leid, dass ich meine Reise abbrechen musste. Trotzdem war ich 8 1/2 Monate unterwegs – eine lange Zeit. Wie gerne hätte ich es nach Alaska und zurück zur Ostküste Kanadas geschafft. Vieles ist noch auf dem Plan gestanden.
Aber ich sehe den Unfall und meine plötzliche Heimkehr nicht als Ende meiner Reise(n), sondern nur als Unterbrechung. Und irgendwann werde ich die Tour zu Ende bringen. Denn nach einer Reise, ist vor der nächsten. :-)
Mittlerweile habe ich schon eine Menge Länder besucht. Ich war alleine unterwegs oder mit Freunden, mit dem Rucksack, mit dem Koffer, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto, gemietet oder gekauft. Aber diese Tour hat sich komplett von dem unterschieden, was ich bisher gemacht habe.
Es war eine ganz neue Erfahrung. Ich war den Naturgewalten ausgesetzt, wie kaum zuvor und ich bin der Bevölkerung sehr nahe gekommen. Ich habe mehr erlebt, als ich mir je hätte vorstellen können. Ich habe ein Hilfsbereitschaft erfahren, die bei uns nicht mehr selbstverständlich ist. Ich habe viele viele Leute getroffen und neue Freunde gefunden. Ich bin durch Landschaften gefahren, an denen ich mich nicht satt sehen konnte.
Es war ganz und gar nicht eine All-Inklusive Kreuzfahrt, sehr oft war es eine große Herausforderung. Es war ein riesiges Abenteuer – und bestimmt nicht das letzte. Aber besonders die Begegnungen mit anderen Leuten haben meine Reise zu einem außergewöhnlichen Erlebnis gemacht.

Danke für eine wunderbare Zeit an

Esra und Paul, meine lieben langjährigen Freunde in Montreal, die mir ein lustiges Wochenende im Freizeitpark und mit Picknick geschenkt haben.

Tino, die Quasselstrippe ;-) aus Deutschland in Austin. Es war ein lustiger Abend.

Tino

Renate und Bart mit denen ich in Honduras und Nicaragua unvergessliche Erlebnisse mit (korrupter) Polizei hatte. Wir haben uns in Bogota und, mit Andi, in Mendoza wieder getroffen. Es war nicht das letzte Mal.

Renate and Bart

– Tobias, der Rübezahl ;-) aus Deutschland, den ich in Panama im Hostel getroffen habe. Leider haben wir uns in Argentinien nur knapp verpasst. Seine KTM macht hoffentlich keine Schwierigkeiten mehr.

Tobias

– die wundervolle Carolina in Bogota, mit der ich eine nette Zeit verbracht habe und die mir vieles über das Leben in Bogota erzählt hat … und wir waren in einem Cafe, wo es Krapfen gegeben hat.

Carolina

Lauren, Adrian aus Australien. Ich habe sie „nur“ am Flughafen in Bogota getroffen, als wir unsere Motorräder abgeholt haben. Wir waren ständig in mail-Kontakt, sind aber leider nicht mehr zusammengekommen, immer 2, 3 Tage auseinander.

– Maurico, Laura, Joaquin und Santiago nahe Talca. Sie haben mich nach einer Panne mit meiner Batterie aufgenommen, haben mir zu essen und Unterkunft gegeben. Ein Erlebnis, das mir ganz besonders in Erinnerung bleibt.

Mauricio, Laura, Joaquin, Santiago

Judy und Steve, ein wunderbares Paar. Ich habe die beiden mehrmals, unter anderem auch mit Andi, in Patagonien getroffen. Sie waren mit ihrer Harley unterwegs. Unsere Fahrten waren mit Pannen und Anstrengung geprägt, aber sie werden unvergesslich bleiben. Ich bereue keine Sekunde, die ich mit euch unterwegs war.

Judy and Steve

– meinen lieben Freund Andi. Mit ihm habe ich wahrlich 2 1/2 abenteuerliche Monate in Chile, Argentinien und Bolivien erlebt.

Andi

Rosi und Alf, zwei unbeschreiblich nette Leute. Andi und ich haben die beiden das erste Mal in Ushuaia getroffen, danach zufällig an der Carretera Austral, mit einer überaus rauen Fahrt auf dem Lago Buenos Aires zu den Marble Caves. Wir waren dann drei Tage zusammen unterwegs. Zuletzt sind wir uns zufällig in Cusco über den Weg gelaufen.

Kerstin, Alf und Rosi

– Hitch und Lee, die „verrückten“ Neuseeländer, die Andi und ich das erste Mal in Punta Arenas getroffen haben, und mit denen wir den Jahreswechsel in El Calafate ausgelassen gefeiert haben.

Hitch und Lee

– Steve Harpt, „Crazy Steve“, aus Botswana. Andi und ich haben ihn auf der Fähre von Porvenier nach Punta Arenas kennen gelernt. Dann ist er zufällig bei Andis erster Reifenpanne vorbeigekommen. Wir haben uns noch mehrmals getroffen. Steve, wir sehen uns in Botswana, oder irgendwo anders, wieder.

Ollie, Steve, Ich

– Marisol, Maria und all die anderen im Hostel in San Rafael – leider kann ich mich nicht mehr an all eure Namen erinnern. Danke, dass ihr mir „Truco“ beigebracht habe. Es war einer der lustigsten Abende auf meiner Reise.

San Rafael 1San Rafael 2

– Eli, den Poker Spieler aus den Staaten, der bereits ein sehr abwechslungsreiches Leben hinter sich hat. Es war ein besonders guter Tag in Bariloche.

Eli

– Steve Knight, der in der Nähe Vancouvers auf einer Insel lebt, Mike, der bei der US Army zuletzt in Alaska stationiert war und Taylor, aus Seattle. Mit ihnen waren Andi und ich auf dem Lake Uyuni und einige Tage in Bolivien und Chile unterwegs. Lake Uyuni bleibt unvergesslich, ebenso Taylors Sturz auf dem Weg nach Chile.

Taylor, Andi, Steve, Mike

– Günther aus Österreich, den ich nur kurz getroffen habe. Er war bei der Reparatur meines kaputten Kühlers äußerst hilfreich und hat mir immer wieder gute Tips gegeben.
– Günthers Freunde Marco und Silvia, zwei äußerst nette Personen, die mir bei meiner Kühler Sache ebenfalls sehr hilfreich waren und die mich in Santiago herzlich aufgenommen haben.

– Peter, aus Deutschland, mit dem ich einige nette Abende in Bars verbracht habe. Wir sind noch immer uneins darüber, wer schuld am zu vielen Alkohol war. :-) Ich freue mich auf ein Wiedersehen.

Peter

Ein spezieller Dank geht an die Leute, die mir nach meinen Unfall geholfen haben.
– an Humberto, im 511 Lima Hostel
– an Bart und Faizal, die mir den Kontakt zu Harald gegeben haben. Harald war äußerst hilfreich, hat mir das Abholen des Motorrades von der Polizei und den Transport nach Hause organisiert.

Harald, Me, Faizal

– ganz besonders danke ich Kerstin. Sie ist am Tag nach meinem Unfall an meiner Seite geblieben und hat mich mit ihrer fröhlichen Art immer wieder zum Lachen gebracht – was mir Aufgrund meiner gebrochenen und geprellten Rippen nicht immer gut getan hat. ;-)

Kerstin

Vielen Dank auch an all die anderen Personen, die ich unterwegs getroffen habe, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnern kann oder die ich nie erfahren habe – es waren so viele Leute und Orte, mit denen ich nur ein paar Minuten, Stunden oder einen lustigen Abend oder Tage im Hostel, in Pubs oder Bars verbracht habe, mit denen ich Party gefeiert und gelacht habe … .

Vielen Dank auch an meine Leser, die mich die Reise über begleitet haben. Ihr habt meinem Blog ein Leben verleiht.

Nun denn, somit schließe ich diese Reise ab.
Die nächste ist bereits im Kopf.

Fortsetzung folgt …

Jürgen.